Baden-Württemberg

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen

Kokosnüsse – die Qualität stimmt wieder

Jens Kleefeldt

 

 

Palme
Kokosnüsse
Kokosnüsse

Kokosnüsse erfreuen sich bei den Verbrauchern großer Beliebtheit. Daher werden Kokosnüsse im Handel inzwischen über einen langen Zeitraum angeboten. Hierzulande gibt es keine spezifischen Rechtsnormen, die die Qualität von ganzen Kokosnüssen regeln. Auch auf internationaler Ebene gibt es dafür keine Auslegungen.

Für die Verkehrsfähigkeit von Kokosnüssen ist in erster Linie die Beschaffenheit von Kokosmark und Kokoswasser maßgebend. Kleinere Mängel oder Beschädigungen an der Kokosschale können dagegen toleriert werden, sofern sie nicht zu einer nachteiligen Veränderung im Inneren der Kokosnuss führen.

 

In den Jahren 2016 bis 2018 hat das CVUA Sigmaringen etliche Proben mit jeweils mehreren ganzen Kokosnüssen untersucht. Die Beanstandungsquote lag auf hohem Niveau und erreichte im Jahr 2017 das bisherige Maximum mit 75 %. Ausführlich ist dies in unserem Bericht vom 19.03.2019 „Kokosnüsse – (k)eine runde Sache“ beschrieben [1].

Mit Blick auf die doch recht hohen Beanstandungsquoten wurde das Projekt fortgeführt. Allerdings im Jahr 2019 erst einmal nur mit wenigen Proben.

 

2020 stieg die Anzahl an untersuchten Kokosnüssen wieder an. Von den 22 untersuchten Kokosnüssen waren lediglich 5 Kokosnüsse verdorben. Die Proben-Beanstandungsquote lag bei 38 % (3 von 8 Proben) und hatte sich damit im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zum Positiven verändert.

 

2021 wurden wiederum 8 Proben mit insgesamt 24 Kokosnüssen untersucht. Die Beanstandungsquote sank auf nur noch 13 % (1 von 8 Proben) und liegt damit nochmals deutlich niedriger als im Vorjahr. Der positive Trend hat sich damit fortgesetzt. Dies lässt vermuten, dass die Inverkehrbringer inzwischen größeres Augenmerk auf den Zustand der Kokosnüsse richten. Mit ein Grund dafür dürften die intensiven Überprüfungen der letzten Jahre sein.

 

 

Diagramm 1

Die obere Grafik zeigt die Beanstandungsquote bei Kokosnüssen im jeweiligen Jahr, die untere die Anzahl an untersuchten Kokosnüssen. Beide Statistiken zeigen z. B. für das Jahr 2016, dass 60 Prozent der untersuchten Proben (mit insgesamt 30 untersuchten Kokosnüssen) zu beanstanden waren. 2021 waren dagegen nur noch 13 % der Proben (mit insgesamt 24 untersuchten Kokosnüssen) zu beanstanden.

 

Diagramm 2

 

Das CVUA Sigmaringen wird im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes weiterhin Kokosnüsse untersuchen, auch um zu prüfen, ob sich der positive Trend fortsetzt.

 

[1] Kokosnüsse– (k)eine runde Sache

https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=4&Thema_ID=2&ID=2927&Pdf=No&lang=DE

 

 

 

Artikel erstmals erschienen am 07.01.2022 12:36:12

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