Baden-Württemberg

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg

Gentechnik und Lebensmittel 2021- Ergebnisse aus Baden-Württemberg liegen jetzt vor

Hans-Ulrich Waiblinger

 

Gluten freie TeigwarenIm Jahr 2021 wurden insgesamt 572 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gentechnisch veränderten (gv-) Pflanzen untersucht, davon waren 28 positiv. Der Anteil positiver Proben (4,9 %) blieb damit auf dem Niveau des Vorjahrs (5,0 % in 2020).

Nicht zugelassene gentechnische Veränderungen waren in Nudeln auf Reisbasis sowie in grüner Papaya nachweisbar.

Erfreulicherweise wurde keine Überschreitung des Kennzeichnungsgrenzwertes von 0,9 % für zugelassene gv-Pflanzen festgestellt.

 

Bei den positiven Proben handelte es sich wieder überwiegend um Nachweise zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen in sehr geringen Spuren unter 0,1 %.

 

Zwar etwas erhöht, aber immer noch als unauffällig zu bewerten, waren zwei positive Befunde für gentechnisch veränderte Soja bei einem Sojaproteinkonzentrat bzw. einem Tofu-Erzeugnis.

 

Im Pollenanteil eines konventionellen Importhonigs war gv-Soja nachweisbar; allerdings auch hier nur in sehr geringen Spuren, sodass dies keine Kennzeichnungspflicht nach sich zog.

 

Keine positiven Befunde wurden erhalten bei stichprobenartig überprüften Lebensmitteln aus weiteren GVO-relevanten Spezies wie Leinsaat, Raps, Tomate, Kartoffeln oder Zuckerrübe (s. Tabelle).

 

Tabelle: Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen; nach Art des GV Organismus

Mais, Soja, Fruchtkonserve mit Papaya, Leinsamen
GV Pflanze bzw. GV Organismus Proben­zahl Zahl der positiven Proben
(Anteil in Klammern)
Proben mit nicht zugelassenen
gv-Pflanzen
(Anzahl)
Proben mit zugelassenen
gv-Pflanzen
über 0,9 %
Soja 188
23
(12,2 %)
0 0
Mais 89
2
(2,2 %)
0 0
Raps und Soja in Honig 37
1
(2,7 %)
0 0
Raps in Saat und Öl 38 0 0 0
Reis 87
1
(1,1 %)
1
(Event nicht identifizierbar)
0
Papaya 32 1
(3,1 %)
1
(Event nicht identifizierbar)
0
Leinsaat 32 0 0 0
sonstige (Kartoffel, Zuckerrübe) 38 0 0 0
Botanische Verunreinigungen
Raps in Senf 18 0 0 0
Soja, v.a. in Weizen und Teigwaren1 12 0 0 0
Sonstige
GV Mikroorganismen in Vitamin- bzw. Enzympräparaten 1 0 0 0
Summe 572 28
(4,9 %)
2 0

1 Anteil der botanischen Verunreinigung (Soja), bezogen auf das Erzeugnis jeweils unter 0,1% (basierend auf halbquantitativer Bestimmung). Bei derartig geringen Anteilen der Spezies der botanischen Verunreinigung werden nachgewiesene Anteile zugelassener gentechnisch veränderter Pflanzen i.d.R. als nicht kennzeichnungspflichtig angesehen.

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Weitere Informationen

Die Untersuchung auf gentechnische Veränderungen in Lebensmitteln

 

 

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Artikel erstmals erschienen am 02.03.2022 07:21:02

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