Hans-Ulrich Waiblinger, Dr. Eva Annweiler (CVUA Freiburg)
Das CVUA Freiburg hat seinen Jahresrückblick 2025 veröffentlicht. Die Broschüre gibt einen Einblick in die Arbeit des Amtes – von Lebensmitteluntersuchungen über Tiergesundheitsdiagnostik bis hin zu internationaler Facharbeit.
Insgesamt haben wir ca. 36.600 Proben untersucht, davon 12.700 Proben bei Lebensmitteln, Wein, Trinkwasser und Futtermitteln sowie ungefähr 23.900 Proben im Bereich der veterinärmedizinischen Diagnostik.
Der Anteil der Lebensmittelproben, die nicht den rechtlichen Anforderungen entsprachen, betrug 15,1 %. Damit ist im Verlauf der vergangenen 3 Jahre hier eine leichte Verbesserung zu verzeichnen (2024: 16,1 %, 2023: 16,4 %).

Grafik: Proben aus der Lebensmittelüberwachung; Verteilung der Beanstandungsgründe bei beanstandeten Proben
Wieder gab es eine Reihe von Proben, die als gesundheitsschädlich beurteilt werden mussten. Insgesamt 17 Lebensmittelproben waren betroffen; dies entspricht 0,16 % der untersuchten bzw. 1,0 % der beanstandeten Proben. Mehr als die Hälfte davon (9 Proben) enthielten harte und z.T. spitze und scharfkantige Fremdkörper. Die Fremdkörper wurden bei allen Proben von Verbrauchern in den jeweiligen Lebensmitteln gefunden und sind als Beschwerdeprobe vorgelegt worden.

Lebensmittel wurden auch 2025 wieder umfangreich auf Rückstände und Kontaminanten untersucht. Besonders im Fokus sind bei den Untersuchungen am CVUA Freiburg vom Tier stammende Lebensmittel. Erfreulicherweise wurden nur in sehr wenigen Proben erhöhte Belastungen mit Dioxinen und PCB festgestellt. Der rückläufige Trend an Auslösewerts- und Höchstgehaltsüberschreitungen in Lebensmittel- und Futtermittelproben der vergangenen Jahre setzt sich damit weiter fort.
Im Untersuchungsbereich der Rückstände und Kontaminanten beherbergt das CVUA Freiburg zwei Referenzlaboratorien der Europäischen Union (EURL). Das EURL für Pestizidrückstände in tierischen Lebensmitteln (EURL AO) organisierte in den Räumlichkeiten der Universität Freiburg den gemeinsamen Workshop der vier EURL für Pestizidrückstände. Über 140 Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt kamen zusammen, um sich zu aktuellen Forschungsthemen auszutauschen.

Abbildung 1: Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EURL Workshops für Pestizidrückstände 2025 in Freiburg
In den Laboren der Abteilung Diagnostik und Tiergesundheit wurden 2025 an knapp 24.000 Proben und 12.500 Teilproben insgesamt über 106.000 Untersuchungen durchgeführt. Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Aviäre Influenza sowie Maul- und Klauenseuche bildeten die fachlichen Schwerpunkte.
Das Landeslabor für Veterinärtoxikologe konnte 2025 einen neuen, großflächigen Laborraum im Dienstgebäude am Moosweiher beziehen. Der Schwerpunkt des Labors ist die Aufklärung von Vergiftungsverdachtsfällen bei verstorbenen Haus- und Nutztieren. Die Bandbreite der eingesetzten Substanzen war wieder groß. In vielen Fällen wurden Rodentizide (Rattengifte) und Chloralose verwendet, welches früher zur Taubenbekämpfung eingesetzt wurde. Aber auch Pestizide wurden nachgewiesen.

Abbildung 2: Wurst mit grünem Getreide: Nachweis von Bromadiolon

Das Ausbildungszentrum Veterinärmedizinische Technologie (AVeT) hat 2024 damit begonnen sein neues Ausbildungskonzept in die Praxis umzusetzen. So erwies sich das Jahr 2025 als eine Phase der Premieren und des intensiven Lernens.
Trotz der vielen neuen Herausforderungen entwickelte sich die Reform zur Erfolgsgeschichte eines bundesweit einzigartigen Ausbildungszentrums.
Abbildung 3: Gruppenbild Auszubildende und Ausbildende
Die Broschüre Jahresrückblick 2025 des CVUA Freiburg zum Download
(pdf, ca. 14 MB).

Tabellenband zum Jahresrückblick 2025 mit weiteren Informationen
Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg 2025
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