Hans-Ulrich Waiblinger
Dem ersten Kennenlernen diente der Besuch des Landtagsabgeordneten (MdL) Rüdiger Tonojan (Bündnis 90/Die Grünen) am 24. Juli 2026. Begleitet wurde Herr Tonojan von seiner persönlichen Mitarbeiterin Dr. Barbara Walter. Da Herr Tonojan für seine Partei auch als Sprecher für Verbraucherschutz und ländliche Räume im Landtag BW fungiert, gibt es etliche Berührungspunkte zu den Aufgaben des CVUA Freiburg.
Entsprechend interessiert zeigte er sich beim Kennenlerngespräch mit Führungskräften und Personalrat des CVUA Freiburg und der anschließenden Besichtigung ausgewählter Laborbereiche.
Amtsleiter Ralf Lippold stellte eingangs die vielfältigen Aufgaben des CVUA Freiburg im Bereich der Lebensmittelüberwachung und zum Schutz der Tiergesundheit dar. Auch die Entwicklungsperspektiven der beiden in die Jahre gekommenen Laborgebäude des CVUA Freiburg in der Bissierstraße und am Moosweiher wurden erörtert, etwa die nun anstehende und dringend erforderliche Generalsanierung des Dienstgebäudes am Moosweiher.
Im Anschluss gab es Führungen durch verschiedene Laborbereiche, die sich mit Untersuchungen von Honig allgemein sowie mit der Aufdeckung möglicher Verfälschungen beschäftigen.

Abbildung 1: Gruppenfoto mit Führungskräften und Personalrat des CVUA Freiburg, von links: Matthias Brüderle, Dr. Alexander Schaechtele, Hans-Ulrich Waiblinger, Martin Rupp, Rüdiger Tonojan MdL, Kerstin Wahl, Dr. Annemarie Sabrowski, Dr. Michael Suntz, Ralf Lippold, Beate Volk.
Als hochwertiges Naturprodukt steht das Lebensmittel Honig immer wieder im Fokus möglicher Verfälschungen, etwa durch billige Zuckersirupe.

Abbildung 2: Laborleiter Marc Ohmenhäuser erläutert die wichtige sensorische Prüfung von Honigen sowie die Ergebnisse der Pollenmikroskopie.
„Die Sensorik ist das A und O in der Honiganalytik“, führte Laborleiter Marc Ohmenhäuser aus. „Aber um echte von verfälschten Honigen zu unterscheiden, bedarf es umfangreicher Laboranalysen. Die Fälscher werden immer professioneller. Daher setzen wir eine breite Palette an klassischen und modernen Untersuchungsverfahren ein. Zu nennen sind beispielsweise die Kernresonanzspektroskopie (NMR) und die Stabilisotopen-Massenspektrometrie (IRMS). Aktuell erproben wir auch DNA-analytische Verfahren zum Nachweis der verschiedenen durch die Pollen repräsentierten Pflanzenspezies im Honig“, so Marc Ohmenhäuser weiter.
Die Frage der Verfälschung von Honig mit Zuckersirup und die Regionalität von Lebensmitteln allgemein, etwa was Verbraucherinnnen und Verbraucher von einem als „regional“ beworbenen Spargel erwarten, war auch Thema des Austauschs bei der Laborführung im Laborbereich Stabilisotopenanalytik mit Laborleiterin Dr. Eva Annweiler.

Abbildung 3: Im Labor für Stabilisotopenanalytik mit Laborleiterin Dr. Eva Annweiler
Eva Annweiler erläuterte das Prinzip der Methode, die das CVUA Freiburg für das Land Baden-Württemberg zur Überprüfung der regionalen Herkunft und zum Nachweis von Verfälschungen von Lebensmitteln einsetzt.
Abbildung 4: Abteilungsleiter Herr Waiblinger zeigt eine aktuelle Probe von Reismehl, die zur Untersuchung auf gentechnische Veränderungen ansteht.
Durch neue genomische Techniken (NGT) hergestellte Pflanzen waren Thema des Austauschs im Labor zum Nachweis gentechnischer Veränderungen in Lebensmitteln.
Laborleiter Dr. Klaus Pietsch und Abteilungsleiter Hans-Ulrich Waiblinger stellten klar, dass ein Nachweis vieler genomeditierter Pflanzen derzeit und sehr wahrscheinlich auch künftig nicht möglich sein wird. MdL Tonojan äußerte dennoch den Verbraucherwunsch nach klarer Erkennbarkeit auch neuer gentechnischer Verfahren insbesondere im ökologischen Landbau.
„Ich bin sehr dankbar über den sehr informativen und hilfreichen Austausch“, so MdL Rüdiger Tonojan am Ende seines Besuchs.
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