Der Europaabgeordnete Norbert Lins (CDU) aus Pfullendorf besuchte das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt - Diagnostikzentrum

Text und Bilder: Bettina Scriba, Europabüro Weingarten

 

Tiergesundheit und gesundheitlicher Verbraucherschutz: Norbert Lins besuchte das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt - Diagnostikzentrum und die Tiergesundheitsdienste in Aulendorf.

 

Der Europaabgeordnete Norbert Lins (CDU) aus Pfullendorf war am 3. August 2023 im Rahmen seiner Sommertour 2023 im Landkreis Ravensburg unterwegs.

 

Seit Freitag, 30. Juni 2023, und noch bis Freitag, 22. September 2023, ist der Europaabgeordnete Norbert Lins (CDU) in seinem Betreuungsgebiet Württemberg-Hohenzollern unterwegs. Das umfasst die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Ravensburg, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen, Zollernalbkreis sowie den Stadtkreis Ulm.

In Zusammenarbeit mit den CDU-Kreisverbänden besucht Lins an acht Tagen die Städte und Gemeinden vor Ort. Dabei wird immer ein abwechslungsreiches Programm geplant. „Der persönliche Austausch fließt unmittelbar in meine Arbeit, die ich in Brüssel und Straßburg erledige, ein. Mir ist es wichtig, dass die Anliegen, Wünsche und Sorgen in meiner Region im Europäischen Parlament Gehör finden“, sagt Lins über die Zielsetzung der Sommertour.

Den sechsten Tag seiner Sommertour 2023 war Norbert Lins im Landkreis Ravensburg unterwegs. Der erste Termin fand im Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt - Diagnostikzentrum (STUA-DZ) in Aulendorf statt. Zusammen mit Bürgermeister Matthias Burth, einem Redakteur der Schwäbischen Zeitung und einer Mitarbeiterin erhielt Norbert Lins spannende Einblicke und erfuhr viel über Tiergesundheit, Seuchenprävention und Diagnostik.

Amtsleiter Dr. Thomas Miller führte zunächst über das Gelände und erläuterte die Funktion der einzelnen Gebäudeabschnitte. Das STUA-DZ mit 97 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist an 365 Tagen im Jahr besetzt und stellt seine Dienste Tierärzten und Tierbesitzern gleichermaßen zur Verfügung. Pro Jahr werden nahezu 1 Million Untersuchungen an über 600.000 Proben durchgeführt.

Dr. Kim Weber, Fachtierärztin für Pathologie, erläuterte die Schwerpunkte der Arbeit: Tiergesundheit, Tierseuchen und Tierschutz. Im großen Sezierraum werden vor allem Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, kleine Wiederkäuer, Hunde und Katzen untersucht. Der kleine Sezierraum wird für Masthähnchen, Legehennen und Puten genutzt.

Krankheitsausbrüche zu verhindern und Krankheiten einzudämmen gehört zu den Aufgaben des STUA-DZ. Hierzu zählen zum Beispiel die Afrikanische Schweinepest, Geflügelpest, Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche, Tollwut, Tuberkulose und Salmonellose. Kälbchen müssen nach der Geburt innerhalb von sieben Tagen auf das Virus der Bovinen Virusdiarrhoe getestet werden, um die Rinderbestände vor einer Infektion zu schützen. Das STUA-DZ analysiert in diesem Bereich 400.000 Proben pro Jahr.

„In meiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung bin ich natürlich auch für Tiergesundheit und Verbraucherschutz zuständig. Gesetze und Vorschriften, die in Brüssel und Straßburg beschlossen werden, wirken sich auch unmittelbar auf die Arbeit im STUA-DZ aus. Daher war es für mich heute sehr aufschlussreich, die Untersuchungen, Diagnostik, Probenmanagement und Forschung vor Ort zu sehen“, sagt der Europaabgeordnete Norbert Lins über seinen Besuch.

Mit der Diagnostik von Bienenseuchen ist Dr. Frank Neumann betraut. In diesem Laborbereich, dem Bienengesundheitsdienst, wird beispielsweise auf Faulbrutseuchenerreger, die Schwarzsucht, die Varroamilbe oder die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse untersucht und Bienenstämme von Befall befreit. Aktuell gibt es in Deutschland 24.000 Imker und 180.000 Bienenvölker.

Seit 2010 besitzt das STUA-DZ in Aulendorf auch ein modernes Sicherheitslabor der Stufe 3. Hier werden hochpathogene Erreger untersucht, die beim Menschen eine schwere Krankheit hervorrufen können. Dazu Dr. Thomas Miller: „Der Seuchenprävention kommt eine immer wichtigere Rolle zu. Um die Tierbestände zu schützen ist es entscheidend, dass Tierseuchen früh erkannt und behandelt werden. Dieser Schutz ist auch für den Menschen von großer Bedeutung, denn hochwertige, unbedenkliche Lebensmittel stammen von gesunden Tieren. Daher setzen mein Team und ich mich Tag für Tag für den gesundheitlichen Verbraucherschutz und die Tiergesundheit ein“.

 

Bild 1: Der Amtsleiter des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamts - Diagnostikzentrum (STUA-DZ) in Aulendorf, Dr. Thomas Miller, stellt dem Aulendorfer Bürgermeister Matthias Burth und dem Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Norbert Lins, das STUA-DZ bei einem Rundgang vor.

 

Bild 2: Der Europaabgeordnete Norbert Lins, Bürgermeister Matthias Burth, Niklas Martin, Schwäbische Zeitung, und Dr. Kim Weber, Fachtierärztin für Pathologie (v.l.n.r.), sprechen im kleinen Sezierraum über artgerechte Tierhaltung und die Vorbeugung und Bekämpfung von Tierkrankheiten.

 

Bild 3: Innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt erhalten Kälbchen ihre Ohrmarken. Beim Setzen der Ohrmarke wird zeitgleich eine Probe entnommen und anschließend an das STUA-DZ geschickt. Dort folgt die Testung auf das Virus der Bovinen Virusdiarrhoe. Norbert Lins setzt unter den aufmerksamen Blicken von Dr. Karla Schneider von der Virologie eine Ohrmarke an einem Modell

 

Bild 4: Dr. Frank Neumann (rechts im Bild) erklärt Bürgermeister Matthias Burth (Mitte) und Norbert Lins (links) verschiedene Proben, die er für die Diagnostik und Dokumentation von Bienenseuchen untersucht hat

 

Bericht in BWagrar

 

 

Artikel erstmals erschienen am 19.09.2023