Gentechnik und Lebensmittel 2025 - Ergebnisse aus Baden-Württemberg liegen jetzt vor

Hans-Ulrich Waiblinger

 

Abbildung 1: Laborbild GentechnikIm Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 477 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gentechnisch veränderte Pflanzen untersucht, davon waren 26 positiv. Der Anteil positiver Proben liegt mit 5,8 % im Bereich der Vorjahre (2024: 4,5 %, 2023: 6,3 %).

 

Nicht zugelassene gentechnische Veränderungen waren in einer Probe Leinsaat nachweisbar (hierzu wurde bereits gesondert berichtet).

 

Eine Überschreitung des Kennzeichnungsgrenzwertes von 0,9 % für in Lebensmitteln und Futtermitteln zugelassene gv-Pflanzen wurde bei zwei Proben auf Maisbasis festgestellt.

 

Bei den positiven Proben handelte es sich wieder überwiegend um Nachweise in Lebensmitteln und Futtermitteln zugelassener gv-Pflanzen in sehr geringen Spuren unter 0,1 %, zumeist bei Sojaprodukten. Weiterhin waren wieder in einer Senfprobe als botanische Verunreinigung Spuren von gentechnisch verändertem Raps nachweisbar.

 

Allesamt negativ waren die Ergebnisse bei weiteren relevanten Produktgruppen bzw. Pflanzenspezies wie Papaya, Reis oder Tomaten.

 

Auch im Pollenanteil der untersuchten Honige wurde keine Erbsubstanz aus gv-Pflanzen nachgewiesen.

 

Das Screening auf Bestandteile von gv-Mikroorganismen wurde fortgesetzt. Auffällig war eine Probe eines Bio-Haferdrinks. In der Probe war ein DNA-Konstrukt nachweisbar, welches in gv-Mikroorganismen zur Herstellung von Amylasen vorkommen kann.

 

Tabelle: Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen in BW; nach Art des GV-Organismus

Sojabohnen, Honig, Leinsaat, Senf
GV Pflanze bzw. GV Organismus Proben­zahl Zahl der positiven Proben
(Anteil in Klammern)
Proben mit in
Lebensmitteln
oder Futtermitteln
nicht zugelassenen
gv-Pflanzen
(Anzahl)
Proben mit in
Lebensmitteln
oder Futtermitteln
nicht zugelassenen
gv-Pflanzen
über 0,9 %
Soja 129
18  (14 %)
0 0
Mais 113 6 (5,3 %) 0 2
Raps und Soja in Honig 35
0
0 0
Raps in Saat (Erntegut) 8 0 0 0
Reis 86
0
0
0
Papaya 25 0
0
0
Leinsaat 22 1 (4,6 %) 1 0
sonstige
(Tomate, Zuckerrübe, Weizen)
29 0 0 0
Botanische Verunreinigungen
Raps in Senf 27 1(3,7 %) 0 0
Soja in Getreide 3 0 0 0
Summe in Pflanzen 477 26  (5,8 %) 1 2
Sonstige
GV-Lachs 4 0 - -
GV-Mikroorganismen 24 9(38 %) - -
Mais, Lachs, Tomaten, Raps

1 Anteil der botanischen Verunreinigung (Raps), bezogen auf das Erzeugnis unter 0,1 % (basierend auf halbquantitativer Bestimmung). Bei derartig geringen Anteilen der Spezies der botanischen Verunreinigung werden nachgewiesene Anteile für Lebensmittel und Futtermittel zugelassener gv-Pflanzen i.d.R. als nicht kennzeichnungspflichtig angesehen.

2 Keine Nachweise gentechnisch veränderter Mikroorganismen, nur positive Resultate im Screening auf DNA-Sequenzen von Antibiotika-resistenzgenen (8 Proben) bzw. Gentechnik-spezifischer DNA-Konstrukte (1 Probe).

 

Lesen Sie den ausführlichen Bericht (pdf-Datei, öffnet neues Fenster/neuen Tab)
 
 
 
 
              Lesen Sie den ausführlichen Bericht

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Die Untersuchung auf gentechnische Veränderungen in Lebensmitteln

Ergebnisse des GVO-Erntemonitorings 2025

 

 

 

 

Bildnachweis

alle CVUA Freiburg

 

 

 

 

Artikel erstmals erschienen am 03.07.2026