Gentechnik und Lebensmittel 2019 - Ergebnisse aus Baden-Württemberg liegen jetzt vor

Hans-Ulrich Waiblinger

 

PapayaIm Jahr 2019 wurden insgesamt 526 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gv-Pflanzen untersucht, davon waren 38 positiv. Der Anteil positiver Proben (7,2 %) hat damit gegenüber den Vorjahren (5,6 bzw. 6,0 %) geringfügig zugenommen.

Bestandteile von nicht zugelassener gv-Papaya waren in 2 Proben (2 unterschiedliche Chargen) einer gezuckerten Fruchtkonserve nachweisbar. Einen ähnlichen Befund gab es bereits 2017 bei einem vergleichbaren Produkt.

Überschreitungen des Kennzeichnungsgrenzwertes von 0,9 % für zugelassene gv-Pflanzen wurden nicht festgestellt.

 

Bei den positiven Proben handelte es sich wieder überwiegend um Nachweise zugelassener gv-Pflanzen in sehr geringen Spuren unter 0,1 %.

 

Zwar etwas erhöht, aber immer noch als unauffällig zu bewerten waren 4 positive Befunde für gv-Soja zwischen 0,13 und 0,22 %, die bei Säuglingsnahrung auf Sojabasis (2x), einem vegetarischen Alternativprodukt für Schnitzel sowie bei Sojalecithin erhalten wurden.

 

MaiskörnerSpuren an zugelassenem gv-Mais waren in einer Probe Mikrowellenpopcorn nachweisbar. Bei allen weiteren Lebensmitteln auf Maisbasis wurde kein gv-Mais angetroffen. Dasselbe gilt auch für die übrigen stichprobenartig überprüften Erzeugnisgruppen aus GVO-relevanten Spezies wie Raps, Reis, Papaya, Leinsaat, Zuckerrübe oder Lachs (s. Tabelle).

 

Im Pollenanteil eines konventionellen Importhonigs war gv-Soja nachweisbar; allerdings auch hier nur in sehr geringen Spuren, so dass dies keine Kennzeichnungspflicht nach sich zog.

Tabelle: Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen; nach Art des GV Organismus

Tabelle: GVO-Untersuchungen in Lebensmitteln 2019

1 Anteil der botanischen Verunreinigung (Soja), bezogen auf das Erzeugnis jeweils unter 0,1% (basierend auf halb-quantitativer Bestimmung). Bei derartig geringen Anteilen der Spezies der botanischen Verunreinigung werden nachgewiesene Anteile zugelassener GV Pflanzen i.d.R. als nicht kennzeichnungspflichtig angesehen.

 

 

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Weitere Informationen

Die Untersuchung auf gentechnische Veränderungen in Lebensmitteln

 

 

Bericht erschienen am 20.04.2020 07:02:37