Start in das Frühjahr bei „Labs Talk About“ im März mit den Störchen

Abteilung Tiergesundheit des CVUA Karlsruhe

 

Rund 50 Gäste informierten sich am 9. März bei der „Labs Talk About“-Veranstaltung über die Arbeit der Veterinärdiagnostik am CVUA Karlsruhe und warum Müll zu einer tödlichen Gefahr für Störche werden kann. Beim Vortrag mit anschließender Diskussion und Laborführung fand ein lebhafter Austausch statt.

Bild links: Dr. Kerstin Rigbers (Mitte) präsentierte Fälle aus der Pathologie und veranschaulichte – unterstützt vom NABU-Storchenbeauftragten Stefan Eisenbarth (links) – die tödliche Gefahr von Plastikmüll für Störche; Bild rechts: Die Storchenbeauftragten brachten eine eindrucksvolle Sammlung von Müllbestandteilen mit, die in Störchen oder deren Nestern gefunden wurden. Fotos: Isabell Vogler.

 

Bei der Begrüßung stellte die Stellvertreterin des Amtsleiters, Dr. Judith Tyczka, das CVUA Karlsruhe mit seinen vielfältigen Aufgaben und Facetten vor. Sie erwähnte dabei auch die Ausbildungsmöglichkeiten, die das CVUA bietet (siehe auch unter UA-BW | CVUA Karlsruhe (Startseite) „Unsere Themen“: Stichwort „Ausbildung“).

Vortrag: Wenn Müll Leben kostet – Warum Störche an achtlos weggeworfenem Müll sterben

Im Mittelpunkt des Vortrags von Frau Dr. Kerstin Rigbers (Fachtierärztin für Pathologie) standen Fälle von Störchen, denen menschlicher Plastikmüll zum Verhängnis wurde. Besonders tragisch waren Fälle von Storchenküken, die mit großen Mengen Müll im Magen tot in den Nestern aufgefunden wurden. Ihre Eltern hatten Gummiringe und andere Plastikteile mit Nahrung verwechselt. In anderen Fällen hatten sich Seile und Netze, die in den Nestern verbaut waren, um die Füße der Tiere gewickelt und so zum schmerzhaften Absterben von Zehen oder ganzen Füßen geführt.

Die Storchenbeauftragten Stefan Eisenbarth und Annette Jung des NABU Baden-Württemberg beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dieser Problematik. Sie veranschaulichten dies eindrucksvoll anhand einer umfangreichen Sammlung von Müllbestandteilen, die in Störchen und deren Nestern gefunden wurden. Dazu zählten insbesondere Gummiringe und -bänder, aber auch Plastiktüten, Planen und Metalldrähte.

Nach dem Vortrag fand eine lebhafte Frage- und Antwortrunde statt. Im Anschluss daran nahmen viele der anwesenden Gäste die Gelegenheit zu einer Führung durch die Labore der Abteilung Tiergesundheit wahr, um Einblicke in den Laboralltag zu erhalten.

 

Einblicke in die Laborführung durch die Abteilung Tiergesundheit. Fotos: Isabell Vogler und Juliane Rieger, Collage: Svenja Gramberg.

Einblicke in die Arbeit der Abteilung Tiergesundheit

In drei Gruppen aufgeteilt, erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Themenfelder Pathologie, Histologie, Bakteriologie, Parasitologie und Serologie. Sie erfuhren unter anderem…

  • …wie in der Sektionshalle der Pathologie Tiere auf Organveränderungen untersucht werden,
  • …wie Gewebeproben in der Histologie mikroskopisch hinsichtlich zellulärer Krankheitszeichen beurteilt werden,
  • …wie mittels kultureller Untersuchungen Bakterien angezüchtet und identifiziert werden,
  • …wie mithilfe verschiedener Verfahren Parasiteneier und Parasitenlarven im Kot nachgewiesen werden,
  • …wie serologische Untersuchungen zum Nachweis von Antikörpern eingesetzt werden.

Die Erläuterungen und Ausführungen der Expertinnen und Experten stießen auf großes Interesse, was an den vielen Fragen erkennbar war. Die spannenden Einblicke in die verschiedenen Themengebiete und die Laborpraxis führten zu vielen positiven Rückmeldungen.

Haben Sie noch mehr Interesse an unserer Arbeit?

Unser nächster „Labs Talk About“ Termin:

  • 18. Mai 2026 über „Beliebte Trendgetränke“

Weitere Informationen folgen jeweils vor den Veranstaltungen u. a. hier auf dieser Webseite und auf unserem Instagram-Kanal.

Anmeldungen werden gerne entgegengenommen, per Mail an:

poststelle@cvuaka.bwl.de

Eine Verarbeitung persönlicher Daten findet nicht statt.

 

 

Artikel erstmals erschienen am 24.03.2026