Untersuchung auf Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren z.B. in Nahrungsergänzungsmitteln
E. Sohnius
Im CVUA Karlsruhe befindet sich das Schwerpunktlabor Nahrungsergänzungsmittel für den
Bereich Nord- und Südbaden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere die der Omega-3- und Omega-6-Familie, haben eine hohe ernährungsphysiologische Bedeutung. Die Bestimmung dieser Fettsäuren in Lebensmitteln wird in Labor 13 durchgeführt. Das Fett wird hier derivatisiert und einer kapillar-gaschromatographischen Trennung unterworfen.
HPLC-GC-Kopplung
Hier ist ein Hochdruckflüssigkeitschromatograph mit einem Gaschromatographen gekoppelt. Auf einer HPLC-Säule wird die Fraktion der Sterinabbauprodukte vom Fett und anderen Fettbegleitstoffen abgetrennt, on-line in einen Gaschromatographen übertragen und nach Abdampfen des Lösungsmittels auf einer Kapillarsäule/FID bestimmt.
Zu den Untersuchungen auf der HPLC-GC zählt die Überprüfung von Speiseölen auf eine Raffination und Desodorierung, insbesondere bei der Auslobung „nativ" und/oder „kaltgepresst". Diese Produktpalette erfreut sich beim Verbraucher einer großen Beliebtheit.


Bei dieser Behandlung werden Sterine (Fettbegleitstoffe) chemisch umgewandelt. Die hierbei entstehenden Verbindungen (Stigmasta-3,5-dien und andere Sterinabbauprodukte) werden wie oben beschrieben mit der LC-GC bestimmt, um eine Raffination festzustellen.