Fit in instrumenteller Analytik! Lehrerinnen und Lehrer am CVUA Karlsruhe zur Fortbildung

Sina Jeschawitz und Kerstin Schöberl, Abteilung 1 des CVUA Karlsruhe

 

„Instrumentelle Analytik“ war das Thema eines Fortbildungstages Ende Juli speziell für Lehrkräfte des Fachbereiches Chemie der Carl-Engler-Schule (CES) Karlsruhe. Einblicke in verschiedene Laborbereiche durch wechselnde Workshops, durchgeführt durch die Praktikerinnen und Praktiker der zentralen Servicelaboratorien und des Zentrallabors für Zusatzstoffe, können nun die Ausbildung an der CES bereichern. Auch die Auszubildenden zu Chemielaborantinnen und -laboranten des CVUA besuchen die CES als Berufsschule.

Vier verschiedene Laborbereiche mit unterschiedlichsten analytischen Themen in einem Tag erleben, in einem Gebäude kurze Wege nutzen und das auch noch in Karlsruhe: Das bedeutete eine vielseitige und komprimierte Fachfortbildung für Lehrkräfte. In den zentralen Servicelaboren des CVUA Karlsruhe sind die Kompetenz und die instrumentelle Ausstattung für komplexe und spezielle Messtechniken gebündelt. Hier werden für alle Bereiche des CVUA und teilweise auch zentral für die gesamte amtliche Lebensmittelüberwachung Baden-Württembergs Lebensmittel-, Kosmetik- und Arzneimittelproben auf verschiedenste anorganische und organische Parameter untersucht. Zusätzlich bietet das Zentrallabor für Zusatzstoffe interessante Einblicke in die Welt dieser besonderen Lebensmittel, wozu beispielsweise Farbstoffe gehören. Damit bieten die Labore der Abteilung 1 ideale Voraussetzungen für eine praxisnahe Fortbildung in instrumenteller Analytik.

 

Mess- und Analysengeräte für die Untersuchung flüchtiger Bestandteile aus Proben, wie z. B. Alkohole, präsentierte der Bereich Gaschromatographie (Bild 1). Unterfüttert mit Informationen zu den Aufgaben des CVUA Karlsruhe und den verschiedenen Probenarten, die hier untersucht und beurteilt werden, waren die Lehrkräfte interessiert an neuesten technischen Entwicklungen, Tipps aus der täglichen Routinearbeit mit den Geräten und möglichen Fehlerquellen bei deren Nutzung.

Bild 1: Im Gaschromatographie-Messlabor werden die Anwesenden an einem Gaschromatograph mit automatischem Probengeber geschult.

 

Im Bereich Flüssigchromatographie werden die Moleküle in Flüssigkeiten gelöst voneinander getrennt (Bild 2). Mit solchen Methoden werden beispielsweise Konservierungsstoffe identifiziert sowie deren Gehalte ermittelt.

Bild 2: Flüssigkeitschromatographie. Eine Mitarbeiterin des CVUA Karlsruhe erläutert den Lehrerinnen und Lehrern den Aufbau einer modernen HPLC-Anlage am Geräteaufbau

 

Auch bei in der schulischen Praxis etablierten Geräten, wie einem sogenannten UV-VIS-Spektrometer (Bild 3), konnten die Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen auffrischen und vertiefen. Hier profitierten die Lehrerinnen und Lehrer von der Expertise im Bereich der Lebensmittelzusatzstoffe des CVUA, u. a. bei Farbstoffen, die in Lebensmitteln zur Färbung verwendet werden.

Bild 3: UV-VIS-Spektrometer mit Auswertesoftware am Bildschirm zur Messung eines Farbstoffspektrums

 

Die Messung von chemischen Elementen wie z. B. Blei mit Atomabsorptionsspektrometern war ein weiteres Thema der Lehrerfortbildung (Bild 4). Vergleichbare Geräte sind auch im Bestand der CES, so dass hierüber gefachsimpelt wurde.

Bild 4: Im Elementanalytik-Labor (im Vordergrund ein Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometer) werden verschiedene Bauteile und Verbrauchsmaterialien der Messgeräte gezeigt

 

Mit der Fortbildung konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CVUA Karlsruhe mit viel Engagement und Fachkenntnis neben Ihrer täglichen Arbeit für die amtliche Lebensmittelüberwachung Baden-Württembergs Wissen für die Ausbildung zukünftiger Berufskolleginnen und Kollegen vermitteln.

Die Ausbildung von Chemielaborantinnen und -laboranten hat am CVUA Karlsruhe einen hohen Stellenwert. Informationen hierzu finden Sie hier: Wir bilden aus! Ausbildung zur/m Chemielaborant*in am CVUA Karlsruhe.

 

Artikel erstmals erschienen am 08.11.2023