WM-Schminkstifte bleiben im Fokus unserer Untersuchungen - wie die deutsche Mannschaft im Turnier der Fußballweltmeisterschaft

Die Kosmetiksachverständigen der CVUAs Karlsruhe und Freiburg

 

 

 

Wir bleiben am Ball: Seit der Bekanntgabe der Beanstandungen der WM-Schminkstifte vor circa zwei Wochen (wir berichteten:  https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=0&Thema_ID=4&ID=1922&lang=DE&Pdf=No) haben wir weitere 28 Fanschminken mit Schwerpunkt verbotene Farbstoffe untersucht. 17 der 28 neuen Proben werden beanstandet. 
 
Zum Ablauf der Untersuchung der Schminkstifte siehe Artikel Fanschminken - Strategie zur Untersuchung der Farbpigmente

 
Unsere neuen Ergebnisse:
 
In 8 der 28 Proben wurde der verbotene rote Farbstoff CI 15585 nachgewiesen. 
 
CI 15585 war bei 2 der 8 beanstandeten Proben der einzige enthaltene rote Farbstoff, bei einer anderen war es der Hauptfarbstoff, bei den vier übrigen war es als Nebenfarbstoff enthalten.
 
Bei 6 dieser 8 Proben lag keine Notifizierung beim europäischen Notifizierungsportal CPNP (Cosmetic Products Notification Portal) vor. Bei einer Probe konnte dies nicht überprüft werden, da keine Kennzeichnung vorhanden war.
 
Die Kennzeichnung von 9 der 28 Proben entsprach nicht den Vorgaben des europäischen Kosmetikrechts. So fehlte z.T. die Angabe der Chargennummer oder die Angabe der Bestandteileliste (Ingredients) oder war nicht vollständig, z.B. waren nachgewiesene Inhaltsstoffe nicht deklariert.  
 
Zwölf der 28 Proben wurden mit Ursprungsland China gekennzeichnet, 4 Proben stammten laut Kennzeichnung aus Taiwan, eine aus Polen und eine aus Frankreich, bei den anderen war kein Ursprungsland angegeben (das Ursprungsland muss nur bei importierten Produkten angegeben werden) .

 

 

Bericht erschienen am 08.07.2014 13:56:44