Informationen zur Probenentnahme und -einsendung
Zu den Voraussetzungen für die grundsätzliche Eignung von Proben für labormedizinische Untersuchungen gehören die sach- und fachgerechte Probenentnahme sowie die schnellstmögliche Probeneinsendung. Diese Faktoren bedingen den Untersuchungserfolg mit. Im Folgenden werden daher Hinweise für beides gegeben. Scheuen Sie sich im Zweifelsfall nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen!
Probenentnahme:
Gehen Sie bei der Probenentnahme aseptisch vor und verwenden Sie für bakteriologische, virologische und serologische Proben sterile Probengefäße/Blutröhrchen, um Kontaminationen zu vermeiden.
Geeignete Tupfer für virologische Untersuchungen sind sterile Trockentupfer (z.B. Nerbe plus) oder Virocult®-Tupfer mit Medium. Bitte verwenden Sie keine sogenannte „Stutentupfer“ mit kohlehaltigem Transportmedium, da diese sich schlecht aufarbeiten lassen.
Bakteriologische Tupferproben müssen ein flüssiges oder festes Transportmedium enthalten (z.B. Amies mit oder ohne Kohlezusatz). Trockentupfer sind nicht geeignet.
Bei Blutproben sollten die Röhrchen bis zur Markierung gefüllt sein. Die verwendeten Kanülen müssen vor dem Versand entfernt werden, da sie eine erhebliche Verletzungsgefahr für das Laborpersonal darstellen.
Für Kotproben und andere flüssige Proben sind Röhrchen mit einem Schraubverschluss zu verwenden. Die Probengefäße sollten nicht vollgefüllt sein, damit Platz für eventuell entstehende Gärgase bleibt und diese das Gefäß nicht platzen lassen. Verwenden Sie bruchsichere Probengefäße. Glasgefäße oder Einmalhandschuhe sind für die Einsendung ungeeignet.
Beschriften Sie die Proben so, dass diese eindeutig zuzuordnen sind.
Legen Sie den Proben einen vollständig ausgefüllten und gut leserlichen Untersuchungsantrag bei.
Kühlen Sie die Proben bis zum Versand bei 4-8 °C. Frieren Sie die Proben nicht ein. Versenden Sie die Proben spätestens am Tag nach der Entnahme, idealerweise jedoch direkt am Entnahmetag.
Beachten Sie auch die speziellen Informationen zur Probenentnahme bei Abklärung bestimmter Erkrankungen sowie bei Kot- und Bienenproben:
Probeneinsendung:
Ideal für die Qualität des Probenmaterials ist ein unverzüglicher Probenversand gekühlt zwischen 4-8 °C, bei dem eine Ankunft am folgenden Tag sichergestellt ist.
Die Proben sind grundsätzlich dreifach zu verpacken mit
- einem wasserdichten Primärgefäß
- einer wasserdichten Sekundärverpackung mit Aufsaugmaterial
- einer ausreichend festen Außenverpackung
Hier ein Beispiel für kommerziell erhältliche Probenbehälter:
https://www.daklapack.de/probentransport/stuhlprobenroehrchen-und-abstrichroehrchen/biopost-versandbehalter-weiss/8712963009465
Grundsätzlich Proben nie als Brief versenden, sondern als Maxibrief oder Paket.
Bitte legen sie den ausgefüllten Untersuchungsantrag so bei, dass er durch die Proben nicht verschmutzt wird z.B. in einer Klarsichtfolie.
Die Einsendung von veterinärmedizinischen Proben durch eine Tierarztpraxis unterliegt meist einer der beiden nachfolgenden Kategorien:
- „Freigestellte Veterinärmedizinische Probe“
- „Biologische Stoffe der Kategorie B (UN 3373)“
wobei der Übergang je nach Interpretation fließend sein kann.
Genaue Informationen und Anleitungen stellt das Friedrich-Löffler-Institut zur Verfügung:
Amtliche Methodensammlung : Probenversand
Wenden Sie sich bei weiteren Fragen an den Paketdienstleister, z.B.
DHL Gefahrgutregelung national DE