Baden-Württemberg

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg

Staupegeschehen bei Rotfüchsen im Süden von Baden-Württemberg dehnt sich weiter aus

Dr. Klaus-Jürgen Danner (CVUA Freiburg)

 

Von März 2010 an bis zum Jahresende 2011 wurden bei 69 von insgesamt 154 untersuchten Füchsen das Staupe-Virus nachgewiesen. Die meisten Staupefälle traten im Bodenseegebiet auf. Die Staupe kann sehr leicht von infizierten Füchsen auf ungeschützte Hunde übertragen werden. Impfung schützt Hunde vor Staupe.

Bild 1: Erwachsener Rotfuchs erkrankt an der pulmonalen Form der Staupe („Lungenstaupe“)Mit dem Beitrag vom 14. Mai 2010 wurde seitens des CVUA Freiburg bereits über das Aufflammen der Staupe bei freilebenden Rotfüchsen im Landkreis Konstanz berichtet. Das seit März 2010 festgestellte Staupegeschehen in Baden-Württemberg (weitere Infos hierzu siehe untenstehender Link), hat sich zwischenzeitlich flächenmäßig auf weitere Landkreise ausgedehnt.

 

Aufflammen der Staupe bei freilebenden Rotfüchsen

 

Besonders betroffen hiervon ist das Bodenseegebiet. Bis Jahresende 2011 wurden seither bei 69 von insgesamt 154 untersuchten Füchsen am CVUA Freiburg der Erreger der Staupe, das Canine Distemper-Virus (CDV), mittels konventioneller RT-PCR nachgewiesen.

 

Die Fallzahlen sowie deren flächenmäßige Ausbreitung müssen im Hinblick auf die Tatsache, dass dieses Virus sehr leicht vom Fuchs auf den Hund überspringen kann, aufmerksam beobachtet werden. Aus den benachbarten Ländern Schweiz und Österreich sowie dem Bundesland Bayern werden ebenfalls Staupefälle bei Rotfüchsen gemeldet.

 

Geografische Verbreitung der Staupefälle

Bild 2: Geografische Verbreitung der Staupefälle bei Rotfüchsen in Baden-Württemberg

Eine Kartenansicht in höherer Auflösung im pdf-Format finden sie hier.

 

Mit der Zunahme der Staupefälle steigt auch der Infektionsdruck für Hunde, insofern muss an die Hundehalter appelliert werden, den Impfschutz ihrer Tiere zu überprüfen und bei Bedarf diesen durch eine Schutzimpfung wieder auffrischen bzw. neu aufbauen zu lassen.

 

Neben den genannten Tierarten können auch noch Marder und Dachse an Staupe erkranken. Für Menschen ist der Staupeerreger jedoch völlig ungefährlich.

 

Bildnachweis

Bild 1: Dr. Bertold Laufer, Veterinäramt Tuttlingen

Bild 2: Markus Reule, CVUA Freiburg

 

Bericht erschienen am 25.04.2012 16:08:20

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