Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine Infektiöse Anämie, EIA)

Dres. Karla Schneider und Irena Blaha

 

Obwohl das Virus der Equinen Infektiösen Anämie in Deutschland nicht heimisch ist, kommt es immer wieder zu vereinzelten EIA-Ausbrüchen. Aktuell wurde die Infektion im Landkreis Konstanz nachgewiesen. Obwohl hier die Herkunft des Virus noch unklar ist, wurde in der Vergangenheit häufig ein Zusammenhang mit importierten Pferden festgestellt. Beispielsweise konnten viele der bisher verzeichneten EIA-Fälle mit der Einfuhr infizierter Pferde, insbesondere aus Rumänien, in Verbindung gebracht werden. Auch in den jüngst bei Polopferden aufgetretenen Ausbruchsfällen deuten die Untersuchungsergebnisse auf einen Drittland-Ursprung hin. Trotz des vergleichsweise sporadischen Vorkommens hierzulande sorgt ein Ausbruch immer für öffentliche und emotional geprägte Aufmerksamkeit, da rigorose Maßnahmen erforderlich sind, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.

 

Merkblatt - Equine Infektiöse Anämie

 

 

Bericht erschienen am 16.08.2017 12:50:40