Dioxine in Eiern - auch „bio“ nur gering belastet

Bild 1: rohes EiDie Belastung von Eiern mit Dioxinen und dioxinähnlichen PCB in Eiern ist gering. Dies zeigen die jetzt vorab veröffentlichten Ergebnisse des baden-württembergischen Ökomonitorings aus dem Jahr 2009. Mit diesen Ergebnisse kann auch gezeigt werden, dass die aktuellen, in der Presse berichteten Vorfälle als punktuelle Einzelfälle einzuordnen sind.

 

Die im Jahr 2009 insgesamt untersuchten 93 Proben Eier wiesen - unabhängig davon, ob sie aus ökologischer oder aus konventioneller Erzeugung stammten - durchschnittlich Gehalte an Dioxinen, dl-PCB sowie Gesamt-TEQ-Gehalte auf, die deutlich unterhalb der zulässigen Höchstgehalte sowie gültigen Auslösewerte lagen. Lediglich zwei Proben überschritten statistisch gesichert die zulässigen Höchstgehalte: eine Probe aus ökologischer sowie eine Probe aus konventioneller Erzeugung. Eine weitere Probe überschritt statistisch gesichert den für dl-PCB festgelegten Auslösewert.

 

Hintergrund

Dioxine und dioxinähnliche PCB (dl-PCB) als fettlösliche Umweltkontaminanten reichern sich im Fettanteil tierischer Lebensmittel an. Aufgrund der allgemeinen Umweltkontamination sind Unterschiede in Rückstandsgehalten zwischen Lebensmitteln aus ökologischer und konventioneller Erzeugung eher gering. Die rechtlich festgelegten, sehr niedrigen Höchstmengenregelungen gelten für Lebensmittel aus konventioneller und ökologischer Erzeugung gleichermaßen.

 

Bild 2: EiprobenDas Bundesinstitut für Risikobewertung hat wiederholt den Verzehr von Eiern, bei denen diese Höchstgehalte überschritten sind, beurteilt. Gemäß der Bewertung vom 5. Mai 2010 zu Befunden aus einem aktuellen Kontaminationsfall, bei dem der festgesetzte Höchstgehalt für die Summe von Dioxinen und dl-PCB um den Faktor 2,5 überschritten wurde, sind bei kurzfristigem Verzehr keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes sollte allerdings die Belastung mit PCB und Dioxinen so weit wie möglich minimiert werden. Insofern sind unnötige und vermeidbare Belastungen nicht hinnehmbar.

 

Ein aktueller Kontaminationsfall wurde am 28.04.2010 per Warnmeldung aus den Niederlanden berichtet. Betroffen waren Futtermittel mit erhöhten Dioxingehalten. Als Quelle dieser Dioxinkontamination wurde Bio-Mais identifiziert, der aus der Ukraine importiert worden war. Lieferungen der hergestellten Ware erfolgten in die Niederlande, nach Deutschland und Belgien. Eier von Hühnern, die mit der belasteten Ware gefüttert worden waren, wiesen Dioxingehalte oberhalb der zulässigen Höchstmenge auf.

 

 

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Bildnachweis

Angelina Ströbel, www.pixelio.de, Image-ID: 398443 (Bild 1), CVUA Freiburg (Bild 2)

 

 

 

 

 

Autor(en): Dr. Rainer Malisch (CVUA Freiburg)

 

Bericht erschienen am 12.05.2010 16:07:34

Zuletzt aktualisiert am 14.05.2010 15:23:09