Gentechnik und Lebensmittel 2018 - Ergebnisse aus Baden-Württemberg liegen jetzt vor

Hans-Ulrich Waiblinger

 

MaischipserzeugnisIm Jahr 2018 wurden insgesamt 587 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen untersucht, davon waren 33 positiv. Der Anteil positiver Proben (5,6 %) blieb damit gegenüber den Vorjahren (6,0 bzw. 5,4 %) nahezu unverändert. Erstmals wurden weder Bestandteile nicht zugelassener GVO noch Überschreitungen des Kennzeichnungsgrenzwertes von 0,9 % für zugelassene gv-Pflanzen festgestellt.

 

Überwiegend handelte es sich bei den positiven Proben um Nachweise zugelassener gv-Pflanzen in sehr geringen Spuren unter 0,1 %.

 

Auffällig waren 2 Proben eines Maischipserzeugnisses, in denen zugelassener gv-Mais in Anteilen von 0,44 bzw. 0,26 % nachgewiesen wurde.

 

Veggie-Schnitzel und HonigpollenDie übrigen positiven Befunde betrafen gv-Soja. Allerdings waren selbst die höchsten hier festgestellten Anteile von 0,23 bzw. 0,15 % bei “nach Art eines Schnitzel“ bzw. „nach Art eines Cordon Bleu“ hergestellten Sojaprodukten noch als unauffällig zu bewerten.

 

Bei allen anderen überprüften Erzeugnisgruppen aus GVO-relevanten Spezies wie Raps, Reis, Papaya, Kartoffeln oder Lachs waren keine gentechnischen Veränderungen nachweisbar (s. Tabelle).

 

Auch im Pollenanteil von Honigen waren Bestandteile von gv-Pflanzen nicht anzutreffen. Im Jahr 2017 waren noch bei konventionellen Importhonigen positive Befunde für gv-Soja erhalten worden.

 

Tabelle: Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen; nach Art des GV Organismus

Tabelle: Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen; nach Art des GV Organismus

 

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Weitere Informationen

Pressemitteilung: Jahresbilanz 2018 zu Gentechnik-Untersuchungen in Lebensmitteln

Die Untersuchung auf gentechnische Veränderungen in Lebensmitteln

 

 

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Bericht erschienen am 29.03.2019 07:31:08