Frau Abteilungsleiterin Leukhardt besucht das CVUA Freiburg

Hans-Ulrich Waiblinger

 

Hoher Besuch aus dem Ministerium für Verbraucherschutz und Ländlichen Raum (MLR) am CVUA Freiburg: Die seit September 2017 für die Bereiche Verbraucherschutz und Ernährung zuständige Abteilungsleiterin Anne-Katrin Leukhardt besuchte am 18. Juli 2018 das CVUA Freiburg.

 

Der erste Besuch von Frau Leukhardt diente dem persönlichen Kennenlernen der Freiburger Mitarbeiter/innen und der Besichtigung ausgewählter Laborbereiche. Begleitet wurde die Abteilungsleiterin von Frau Petra Mock, der Leiterin des Referates „Lebensmittelwesen, Lebensmittel- Wein- und Trinkwasserüberwachung“ im MLR, Landestierarzt Dr. Martin Hartmann, Leiter des Referats „Allgemeine Veterinärangelegenheiten“ im MLR sowie Dr. Dirk Murmann, Leiter des Referats „Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung“ im Regierungspräsidium Freiburg.

Begrüßung mit dem Führungsteam des CVUA Freiburg

Frau Abteilungleiterin Leukhardt bei der Begrüßung durch die Amtsleitern des CVUA Freiburg, Dr. Heike Goll / Begrüßungsrunde mit den Führungskräften und dem Personalrat des CVUA FreiburgNach dem Auftaktgespräch mit der Amtsleitung nutzte Frau Leukhardt die Gelegenheit, alle Führungskräfte sowie Mitglieder des Personalrates zu begrüßen und sich über deren Arbeitsgebiete zu informieren.

 

 

 

 

Frau Abteilungleiterin Leukhardt bei der Begrüßung durch die Amtsleitern des CVUA Freiburg, Dr. Heike Goll

 

Begrüßungsrunde mit den Führungskräften und dem Personalrat des CVUA Freiburg

Begrüßungsrunde mit den Führungskräften und dem Personalrat des CVUA Freiburg

 

Wichtige Anliegen der Untersuchungseinrichtung mit ihren 2 Standorten in der Bissierstraße und am Moosweiher wurden thematisiert - hierzu zählte besonders Frage der Leistungsfähigkeit der aktuellen Laborgebäude und möglicher Optionen und Bedürfnisse für die Zukunft.

Labordurchgang: Die Untersuchung von Eiern am CVUA Freiburg

„Bei der Untersuchung von Eiern gibt es kaum eine Methode, die am CVUA Freiburg nicht eingesetzt wird“, begann Hans-Ulrich Waiblinger, Leiter der Abteilung „Herkunft und Echtheit“ am CVUA Freiburg den Laborrundgang. Von der Bestimmung der Größe, Frische, dem Nachweis von Krankheitserregern, der Herkunftsüberprüfung bis hin zu Rückständen und Kontaminanten wie Fipronil oder Dioxinen reicht die Palette der Untersuchungen. Einen wichtigen Beitrag bei der Kontrolle der Primärproduktion leisten hier auch die Untersuchungen zur Geflügelhygiene durch die Abteilung Tiergesundheit.
Das baden-württembergische Zentrallabor für Eier koordiniert die Untersuchung der Eier auf die verschiedenen Parameter, weiterhin werden dort grundlegende Untersuchungen zum Frischstatus wie die Bestimmung der Luftkammergröße durchgeführt.

 

Malena Lickert, Chemielaborantin am Zentrallabor für Eier führt die Luftkammerbe-stimmung vorHans-Ulrich Waiblinger erläutert die Untersuchungsmöglichkeiten bei Eiern am CVUA Freiburg

Hans-Ulrich Waiblinger erläutert die Untersuchungsmöglichkeiten bei Eiern am CVUA Freiburg 

 

 

 

 

Malena Lickert, Chemielaborantin am Zentrallabor für Eier führt die Luftkammerbestimmung vor

 

Die Möglichkeiten zur Überprüfung der Herkunftsangabe sowie zur Unterscheidung von biologisch und konventionell erzeugten Eiern erklärte Dr. Eva Annweiler, Leiterin des Stabilisotopen-Labors. Die eingesetzten Methoden wurden erst kürzlich im Rahmen eines Forschungsprojektes neu am CVUA Freiburg etabliert.
Während des Fipronilskandals 2017 traten auch einige Verdachtsfälle mit mutmaßlich falsch als „baden-württembergisch“ deklarierten Eiern auf. Obwohl die Analytik einschließlich Ergebnisauswertung sehr aufwändig ist, war der Einsatz der neuen Techniken bei der Aufarbeitung und Klärung der Verdachtsfälle sehr lohnend.

  Links: Labor für Stabilisotopenanalytik - Begutachtung der Ei-Etikettierung mit Laborleiterin Dr. Eva Annweiler (links)  Rechts: Im Messlabor (von links: Petra Mock, Dr. Eva Annweiler, Dr. Heike Goll sowie Isotopenanalytiker Thomas Huber)

Links: Labor für Stabilisotopenanalytik - Begutachtung der Ei-Etikettierung mit Laborleiterin Dr. Eva Annweiler (links)

Rechts: Im Messlabor (von links: Petra Mock, Dr. Eva Annweiler, Dr. Heike Goll sowie Isotopenanalytiker Thomas Huber)

 

Der Laborrundgang im Dienstgebäude Bissierstraße wurde abgeschlossen mit der Besichtigung des Laborbereichs Rückstände und Kontaminanten, der zentral für Baden-Württemberg entsprechende Untersuchungen in Lebensmitteln tierischer Herkunft durchführt. Benjamin Dambacher, Leiter des Laborbereichs Pestizide in tierischen Lebensmitteln, ließ den Fipronilskandal 2017 Revue passieren, welcher die ganze Abteilung Rückstände und Kontaminanten im August und September in Atem hielt. Dank des großen Einsatzes aller Mitarbeiter/innen und der Unterstützung des ebenfalls am CVUA Freiburg beherbergten Europäischen Referenzlabors für diese Analytik konnte der Fall professionell und rasch abgearbeitet werden; valide Untersuchungsergebnisse konnten in kürzester Zeit geliefert werden.

 

 Benjamin Dambacher (Bildmitte), Leiter des Labors Pestizide in tierischen Lebensmitteln hat die Chronologie des Fipronil-Falls am CVUA Freiburg aufgearbeitet

Benjamin Dambacher (Bildmitte), Leiter des Labors Pestizide in tierischen Lebensmitteln hat die Chronologie des Fipronil-Falls am CVUA Freiburg aufgearbeitet

Ortswechsel. Dienstgebäude Moosweiher

Mit einer aktuellen Probe von Eiern im Gepäck wurde der Gang der Untersuchung von Eiern ins Dienstgebäude am Moosweiher fortgesetzt. Die Leiterin der Abteilung für Lebensmittel tierischer Herkunft und Mikrobiologie, Dr. Annemarie Sabrowski führte durch das Mikrobiologie-Labor, in dem Eier unter anderem auf Salmonellen untersucht werden.
Frau Leukhardt machte sich ein Bild davon, wie in dem in die Jahre gekommenen Laborgebäude trotz erschwerter Bedingungen mit großem Einsatz modernste mikrobiologische Analytik zum Einsatz kommt.

 

Abteilungsleiterin Dr. Annemarie Sabrowski (links) präsentiert einer Probenauswahl für die mikrobiologische Untersuchung (im ersten Bild von rechts: Petra Mock, Dr. Martin Hartmann, Anne-Katrin Leukhardt). Abteilungsleiterin Dr. Annemarie Sabrowski (links) präsentiert einer Probenauswahl für die mikrobiologische Untersuchung (im ersten Bild von rechts: Petra Mock, Dr. Martin Hartmann, Anne-Katrin Leukhardt).

Abteilungsleiterin Dr. Annemarie Sabrowski (links) präsentiert eine Probenauswahl für die mikrobiologische Untersuchung (im ersten Bild von rechts: Petra Mock, Dr. Martin Hartmann, Anne-Katrin Leukhardt).

Abschluss

„Ich nehme einen exzellenten ersten Eindruck vom CVUA Freiburg mit. Besonders aufgefallen ist mir die durchweg hohe Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das gute Arbeitsklima“, so das Fazit von Ministerialdirigentin Leukhardt. Mit einer Fülle neuen Wissens und neuer Erkenntnisse trete sie den Heimweg an, und „nur was man auch weiß, kann man gut vertreten“.
„Es soll nicht der letzte Besuch am CVUA Freiburg sein. Ich möchte meine Eindrücke beim nächsten mal weiter vertiefen“, schloss Frau Leukhardt.
Amtsleiterin Dr. Heike Goll dankte ausdrücklich für die Zeit, die sich Frau Leukhardt für den Besuch und die Anliegen des Freiburger Untersuchungsamtes genommen hat.

Weitere Informationen

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Bildnachweis

alle CVUA Freiburg

 

 

Bericht erschienen am 08.08.2018 13:41:52