Optische ICP-Emissionsspektrometrie

Die optische Emissionsspektrometrie (OES) mit ICP (inductively coupled plasma - induktiv gekoppeltes Plasma) - kurz ICP-OES - ist ein Multielementanalysenverfahren. Durch die Wärmeeinwirkung aus dem Plasma werden Atome oder Ionen (z.T. auch zweifach geladene Ionen) zur Strahlung angeregt. Bei den hohen Temperaturen im Plasma von 6000−8000 K liegen nahezu alle Elemente in entsprechenden Anteilen angeregter Formen vor.
Dadurch, dass alle Elemente, die angeregt werden, gleichzeitig leuchten, ist ein besonders leistungsfähiges System zur spektralen Zerlegung erforderlich. Moderne Geräte arbeiten mit zweidimensionaler Aufspaltung des Spektrums mittels einer Echelleanordnung von Prisma und Gitter, die das Licht auf einen photoempfindlichen Chip (nach Art Video- oder Digitalkamera) strahlen.
Die ICP-OES ist geeignet für Multielementbestimmungen im Milligramm/Liter-Bereich und im oberen Mikrogramm/Liter-Bereich.

 

Artikel drucken

 

Autor(en): K. Schöberl

 

Bericht erschienen am 18.08.2008 14:39:24