Pflanzenschutzmittelrückstände in Frischgemüse 2011 - Zusammenfassung der Rückstandsbefunde in Erzeugnissen aus konventionellem Anbau

Ein Bericht aus unserem Laboralltag

Im Jahr 2011 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 754 Proben Gemüse aus konventionellem Anbau auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln untersucht.

Im Jahr 2011 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 754 Proben Gemüse aus konventionellem Anbau auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln untersucht. 623 dieser Proben (83 %) wiesen Rückstände von insgesamt 191 verschiedenen Wirkstoffen auf (2010: 187, 2009: 171 Wirkstoffe). Insgesamt wurden 2607 Rückstandsbefunde quantitativ bestimmt. Bei 53 Gemüseproben (7 %) wurden Rückstandsgehalte über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen festgestellt (s. Tab. 1).

 

Tabelle 1 Rückstände in Gemüseproben aus konventionellem Anbau differenziert nach Herkunft (CVUAS 2011).
Frischgemüse
Proben
Inland
Proben
anderer
EU-Länder
Proben
Dritt-länder
Proben unbekannter Herkunft
Proben
Gesamt

Anzahl Proben

317 (42%)

250 (33%)

141 (19%)

46 (6%)

754

davon mit
Rückständen

244 (77%)

221 (88%)

118 (84%)

40(87%)

623 (83%)

Proben über HM

15 (4,7%)

16(6,4%)

19 (13,5%)

3(6,5%)

53 (7,0%)

Stoffe/Probe*

2,7

4,2

3,9

2,7

3,4

mittlerer
Pestizidgehalt*

0,22
mg/kg

0,26
mg/kg

0,14
mg/kg

0,25
mg/kg

0,22
mg/kg

HM = Höchstmenge; ** OPP, Imazalil, Thiabendazol

 

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der prozentuale Anteil an Höchstmengenüberschreitungen bei den untersuchten Proben, wie bereits in den Vorjahren, sehr stark von der Herkunft der Proben abhängt: Bei Proben aus Deutschland lag der Anteil an Höchstmengenüberschreitungen bei 4,7 %, bei Proben aus anderen EU-Ländern bei 6,4 %, dafür lag die Quote bei Proben aus Drittländern bei 13,5 %. Im Jahr 2011 wiesen 67 % der Gemüseproben Mehrfachrückstände auf. Im Schnitt wurden 3,4 verschiedene Wirkstoffe pro Probe nachgewiesen. Der mittlere Pestizidgehalt lag bei den untersuchten Gemüseproben bei 0,22 mg/kg. In den Tabelle 2 bis 7 sind die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen bei Gemüse differenziert nach Gemüsesorten aufgeführt. In Tabelle 3 sind zusätzlich die Rückstände an nicht zugelassenen Wirkstoffen in Gemüseproben aus Deutschland dargestellt. Tabelle 8 zeigt die Häufigkeitsverteilung der nachgewiesenen Wirkstoffe und Höchstmengenüberschreitungen in konventionell erzeugtem Frischgemüse.

 

Highlights aus 2011 (siehe folgende Internetbeitrage unter www.cvuas.de):

 

 

 

Download:

 

Bildernachweis:

Gemüsekorb, Daniel Rennen, Pixelio.de, Image-ID=503099.

 

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Autor(en): Ellen Scherbaum, Marc Wieland.

 

Bericht erschienen am 29.02.2012 16:09:56