Jahresbericht der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2009

Überwachung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Kosmetika, Trinkwasser und Futtermitteln

Lebensmittel, Kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände, Tabakerzeugnisse, Trinkwasser sowie Futtermittel, sie alle unterliegen den lebensmittel- bzw. futtermittelrechtlichen Vorschriften und werden von der amtlichen Überwachung in Baden-Württemberg risikoorientiert kontrolliert.

Grafik: Bildercollage.

 

Zahlen aus der Lebensmittelüberwachung

Ziel der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken durch Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs und vor Täuschung zu schützen. Die amtliche Überwachung ist die „Kontrolle der Kontrolle“, das heißt, sie überwacht die Wirksamkeit der betrieblichen Eigenkontrollen. Dies erfolgt über risikoorientierte Betriebskontrollen und zielgerichtete Probennahmen mit wechselnden Untersuchungsschwerpunkten. Die Kontrollfrequenzen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in den einzelnen Betrieben leiten sich von den jeweiligen Risikobeurteilungen ab. Im Jahr 2009 fanden insgesamt 100.197 Kontrollbesuche statt, bei denen 64.512 der insgesamt 223.664 in Baden-Württemberg erfassten Betriebe ein- oder mehrmals überprüft wurden. In 16.119 Betrieben wurden Verstöße festgestellt, die Zahl der Beanstandungen betrug 26.135.
Aus den genannten Tätigkeiten ergaben sich - soweit bei den unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden bekannt - im Jahr 2009 insgesamt 405 Strafverfahren und 2.253 Ordnungswidrigkeitsverfahren, die zu über 1.845 Bußgeldbescheiden führten sowie zu 4.467 Verwarnungen mit oder ohne Verwarngeld. 1.531 Betriebe mussten aufgrund der dort herrschenden unhygienischen Umstände zum Schutz der Verbraucher sofort geschlossen werden oder wurden durch den verantwortlichen Betreiber vorübergehend mehr oder weniger freiwillig geschlossen.


Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden insgesamt 53.145 Proben chemisch, physikalisch und mikrobiologisch untersucht sowie auf Kennzeichnungsmängel überprüft: 47.114 Lebensmittel (17 % = 7.875 Proben beanstandet), 1.918 kosmetische Mittel (25 % = 470 Proben beanstandet), 3.779 Bedarfsgegenstände (26 % = 977 Proben beanstandet), 224 Tabakerzeugnisse (13 % = 30 Proben beanstandet) und 110 sonstige Produkte, die zum Beispiel wegen der möglichen Gesundheitsgefahr durch Verwechselbarkeit mit Lebensmitteln überprüft wurden (77 % = 85 Proben beanstandet). Als gesundheitsschädlich wurden insgesamt 124 (0,2 %) Proben (Lebensmittel, kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände) beurteilt – insbesondere wegen pathogener Keime (z. B. Listeria monocytogenes, Salmonellen, Campylobacter, verotoxinbildende Escherichia Coli), scharfkantiger Fremdkörper sowie chemischer Verunreinigungen (z. B. wegen des Biozids Dimethylfumarat in Schuhen).
Außerdem wurden 12.065 Proben im Rahmen des Nationalen Rückstandskontrollplanes für Lebensmittel tierischer Herkunft, bei dem unter anderem Fleisch, Milch, Eier und Honig auf Rückstände unerwünschter Stoffe überprüft werden, sowie 1.304 Proben auf Radioaktivität und 7.646 Proben im Rahmen der Trinkwasserüberwachung untersucht.

 

Zahlen aus der Futtermittelüberwachung

Die amtliche Futtermittelkontrolle erfolgt – analog der Lebensmittelüberwachung – risikoorientiert und versteht sich als Kontrolle der betrieblichen Eigenkontrolle zur Erreichung einer hohen Futtermittelsicherheit. Im Jahr 2009 wurden 1.201 Betriebe kontrolliert, in denen Futtermittel hergestellt, gehandelt, eingeführt oder verfüttert wurden. Insgesamt wurden 1.451 Betriebsprüfungen und 70 Buchprüfungen durchgeführt sowie 1.148 Futtermittelproben gezogen. Beprobt wurden 401 Einzelfuttermittel, 693 Mischfuttermittel sowie 54 Vormischungen und Zusatzstoffe. Diese wurden vielfältig untersucht, zum Beispiel auf unerwünschte oder verbotene Stoffe, aber auch auf qualitätsbestimmende Inhaltsstoffe oder Zusatzstoffe. Von den untersuchten Proben entsprachen 191 (17 %) nicht den Vorschriften.

 

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Herausgeber:

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Redaktion:

Birgit Bienzle, MLR

Lektorat:

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Druck:

Druckerei Mack GmbH, Schönaich

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Bezugsquelle:

Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz

 

 

Bericht erschienen am 16.07.2010 10:00:43